Travel Thommy

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Kategorie: Reiseziele

Reiseberichte, Reiseinformationen, Visum, Anreise, Reisetipps

Koh Rong Samloem – Kambodschas kleines Paradies

Was brauchst du für diese Insel? Ein Buch…vielleicht ein Buch. Das war´s. Mehr gibt es nicht zu berichten. Ende! STOPP! Das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit. Ich muss zugeben,…

Was brauchst du für diese Insel? Ein Buch…vielleicht ein Buch. Das war´s. Mehr gibt es nicht zu berichten. Ende!

STOPP! Das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit. Ich muss zugeben, dass ich etwas gezweifelt habe, über Koh Rong Samloem einen kleinen Bericht zu schreiben. Du fragst dich warum? Weil es einfach ein Paradies ist, es ist mein Paradies.  Noch nie hat ein Flecken Erde bei mir solche Ruhe ausgelöst, nie hab ich mich entspannter gefühlt, nie ging es mir besser. In dem Moment wo du die Insel betrittst, ticken die Uhren anders, nein, die Uhr ticken gar nicht mehr – die Zeit bleibt stehen. Die Inselzeit, wie man das auf dieser Insel nennt.

Koh Rong Samloem sollte eigentlich nur ein kleiner Badestopp auf meiner Kambodscha-Reise sein. Ein wenig baden, einen Cocktail schlürfen, ausspannen bevor es weiter in die Hauptstadt Phnom Penh und nach Siem Reap ging.

Fast wäre ich nie auf dieser Insel gelandet, denn Koh Rong Samloem hat noch eine große Schwesterinsel mit dem Namen: Koh Rong!

Koh Rong ist bereits bekannter und touristisch weiter entwickelt. Hier findest du mehr Partys, mehr Hotels, mehr Bars. Durch eine falsche Suchangabe, für meine Unterkunft, bin ich auf Koh Rong Samloem gelandet. Der schöne Bungalow, direkt am weißen Sandstrand, hat mich so verzaubert, dass ich beschlossen habe, doch lieber auf die kleine Insel zu gehen – Was für ein GLÜCK!

 

Anreise oder wie finde ich das Paradies?

Egal aus welcher Richtung du kommst, deine Reise nach Koh Rong Samloem beginnt Sihanoukville.

Sihanoukville besitzt sogar einen eigenen kleinen internationalen Flughafen (KOS). Ich selber bin, von Kuala Lumpur aus, mit AirAsia günstig dorthin geflogen. Kambodscha ist eines der wenigen Länder, wo man als Deutsche/r ein Visum braucht. Ich hatte mir bereits mein Visum in Berlin besorgt, aber du kannst auch direkt vor Ort erhalten (Passbilder dabei haben!).

Aktuelle Informationen des Auswärtigen Amtes zu Kambodscha.

Vom Flughafen aus, könnt ihr euch mit einem Taxi (meist Sammeltaxis) direkt zum Hafen bringen lassen, da der Ort selber nicht wirklich interessant ist. Am besten auch gleich Geld besorgen (in Kambodscha zahlt man mit US-Dollar) und letzte Einkäufe machen (Moskitospray), denn auf Koh Rong Samloem findest du weder Geldautomaten noch größere Einkaufsmöglichkeiten.

Am Hafen könnt ihr dann euer Ticket  (Hin- und Rückfahrt) für die Überfahrt kaufen. Mit dem Speed Boot, erreicht ihr die Insel in ca. 45 min. Die Fähre legt auch an anderen Inseln an, deswegen auf die Durchsagen der Crew achten.

Höchstwahrscheinlich wird die Fähre am Pier an der Saracen-Bay ankommen. Das ist der Hauptstrand der Insel mit den meisten Bungalow-Anlagen. Mein traumhaft schöner Bungalow war ebenfalls an dem ca. 3 km langen Strandabschnitt.

Am Ende des Piers warten dann einige Einheimische, mit Schildern der verschiedenen Resorts, auf euch. Keine falsche Scheu…die werden von den Resorts geschickt, um euch mit dem Boot abzuholen. Die Insel besitzt keine Straßen und Wege. Es ist durchaus amüsant, Touristen dabei zu beobachten, wie sie ihren 20 kg schweren Rollkoffer durch den tiefen weichen Sand schleifen, um zu ihren 2 km entfernten Bungalow zu gelangen. Bei praller Sonne und 30 Grad mit Sicherheit ein sehr zweifelhaftes Vergnügen.

 

Und nun? Was kann man auf Koh Rong Samloem machen?

Hmm..am besten: NICHTS. Die Insel ist perfekt dafür, einfach nur faul zu sein. Lass die Seele baumeln, entschleunige dein Leben, entspanne. Nie hat mir faul sein, so viel Freude gemacht wie dort. Normalerweise kann ich keine Stunde ruhig am Strand liegen ohne in Langweile zu versinken. Hier macht Langeweile aber irgendwie Spaß? Komisch, oder?

Aber natürlich wollte ich dieses kleine Paradies besser kennen lernen. Ich konnte mich einfach nicht satt sehen, an dem weißen Sandstrand mit diesem kristallklaren Wasser. Tatsächlich kann man auf Koh Rong Samloem auch etwas unternehmen. Am besten besorgt ihr euch, an eurer Rezeption (ist meistens die Bar in eurer Bungalowanlage),  ein kleines Prospekt mit den Ausflügen. Oft ist in diesem Prospekt auch eine Karte der Insel dabei. So wisst ihr, wo sich die verschiedenen Strände und Ausflugsziele befinden. Die Insel ist gerade mal 9 km lang und hat ganze 6 Strände! Allerdings sind nur zwei Strände von der Saracen-Bay zu Fuß zu erreichen.

 

Wanderung zum Leuchtturm.

Auf der Insel befindet sich ein alter ausgedienter Leuchtturm. Der Blick vom Leuchtturm aus, ist atemberaubend schön. Du hast einen kompletten Rundblick über Koh Rong Samloem und kannst sogar weitere Insel auf dem offenen Meer entdecken. Unbedingt deine Kamera mitnehmen, es lohnt sich!

Am äußersten Rand an der Saracen-Bay, findest du den Weg zum Leuchtturm. Der Weg führt direkt durch den Dschungel.  Du solltest unbedingt festes Schuhwerk dabei haben. Der Weg ist teils steinig und einige gefallende Bäume müssen überwunden werden. Auch solltest du ausreichend Wasser mit dir führen. Plane mindestens eine Stunde für den Weg ein, vielleicht sogar noch ein wenig mehr.

Plane deine Wanderung so, dass du den Rückweg noch vor Einbruch der Dunkelheit schaffst. Du bist im Dschungel und da gibt es Schlangen und auch wilde Hunde streifen dort umher. Da sollte man besser nicht im Dunklen umher wandern.

Ansonsten achte auf die Natur. Du kannst große Termitenhügel entdecken und auch lange Ameisenstraßen bewundern. Schon erstaunlich, wie diese kleinen Tierchen, in einem Eiltempo kleine Blattstückchen umher transportieren.

Am Leuchtturm selber soll es einige kläffende Hunde geben, die aber ansonsten harmlos sind. Ich wurde dort allerdings, von drei süßen kleinen Welpen begrüßt, die ich am liebsten stundenlang geknuddelt hätte.

Falls der Leuchtturm verschlossen sein sollte, einfach kurz warten. Normalerweise kommt dann ein älterer Herr und gegen 1 US-Dollar schließt er dir die Tür auf.

Solltest du etwas unter Höhenangst leiden, dann könnte der Aufstieg etwas abenteuerlich sein, denn der Leuchtturm hat keine Stufen sondern nur eine befestigte Trittleiter. Aber überwinde deine Angst und du wirst mit einem fantastischen Ausblick belohnt.

 

Schnorcheln und Tauchen.

Die Strände von Koh Rong Samloem laden förmlich zum Schnorcheln ein. Du findest an der Saracen-Bay ein Schnorchel- und Tauchzentrum. Einfach am Strand lang spazieren, dann wirst du es schon sehen. Dort kannst du Tauchausflüge buchen bzw. eine Schnorchelausrüstung bekommen.  Es lohnt sich auf jeden Fall, die Unterwasserwelt der Insel näher kennen zu lernen.

 

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang genießen

Einer der schönsten Momente, den ich auf der Insel hatte, war ein sensationeller Sonnenaufgang. An einem Tag war ich sehr früh wach und konnte nicht wieder einschlafen. Draußen wurde es langsam hell, also sprang ich aus dem Bett direkt ins Wasser, um ein Morgenbad zu nehmen. Das Wasser war wunderbar warm und ruhig. Traumhafte Stille, nur ein Hund saß am Strand und blickte auf das weite Meer. Es schien, als ob er auch diese friedliche Ruhe genoss. Dann erhob sich langsam die Sonne hinter dem Hügel und ein goldenes Licht brach über den Strand herein. Es war himmlisch, die kleinen Fische umschwärmten einen und das Wasser schien durch das Licht noch klarer zu strahlen.

In diesem Moment wird einem die ganze Schönheit dieser kleinen Insel bewusst, du bist dir sicher, im Paradies gestrandet zu sein.

Gönnt euch diesen Moment und steht früh auf, um diesen Augenblick erleben zu dürfen.

Von der Saracen-Bay führt ein Dschungelweg zum „Lazy-Beach“.  Der Strand ist auf der anderen Seite der Insel und du solltest gute 40 min Fußweg einplanen.

Der Lazy Beach ist ein wunderschöner und einsamer Strand. Du kannst da super relaxen und vor dir hinschnorcheln. Hier kannst du am besten den Sonnenuntergang genießen. Der rote Feuerball verschwindet im Ozean und hinterlässt ein wunderbares Farbenspiel am Himmel. Stimmungsvolle Fotos sind dir garantiert. Aber denke auch an den Rückweg durch den Dschungel, der bei Dunkelheit zu einem Abenteuer werden kann.

 

Sich einmal wie in dem Film „Life of Pi“ fühlen.

 Einen Ausflug möchte ich auch noch empfehlen, den ich leider nicht machen konnte, weil ein Sturm ihn verhinderte. Aber ich denke, es könnte ein schönes Erlebnis werden.

Du kannst auf der Insel bei Dunkelheit durch leuchtendes Plankton (Sparkling Plankton) schwimmen oder wandern. Durch deine Bewegungen reagiert das Plankton und tausende kleine Sterne im Wasser umschwärmen dich. Ein magischer Augenblick.

 

Die andere Seite der Insel

Die Insel hat meine Einstellung zu Müll und besonders zu Plastik verändert. Auf einem meiner Spaziergänge, bin ich an einem Strandabschnitt gelandet, wo keine Bungalows für Urlauber standen. Normalerweise reinigen fleißige Mitarbeiter der Bungalow-Anlagen, jeden Tag, den Strand von Unrat und Treibgut. An diesem Abschnitt war das nicht der Fall. Der ganze Strand war voll von Plastik und Müll. Der Plastikmüll wurde vom Ozean an die Küste gespült. Ein trauriger Anblick. Die Weltmeere sind voll von unserem Plastikschrott und somit verschandeln wir auch noch die letzten Paradiese die uns geblieben sind. Denkt bitte selber darüber nach, wo und wie ihr auf Plastikprodukte verzichten könntet. Es wäre in Drama, wenn auch diese paradiesische Insel irgendwann mal ein stinkender Müllhaufen wird.

 

Mein Fazit

Koh Rong Samloem – jederzeit wieder! Wenn du wirklich mal die Zeit anhalten, aussteigen aus dem Stress und einfach nur runterkommen willst, dann ist diese Insel der perfekte Ort dafür.

Dich erwarten wunderschöne Traumstrände, kristallklares Wasser und liebe nette Menschen. Neben leckerem Essen, kannst du aber auch an verschiedenen Strandbars coole Drinks genießen.

Und ja…vergiss ein Buch nicht. Du wirst die Zeit dafür haben.

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Sächsische Schweiz – die Bastei. Meine Top-Standorte für das perfekte Foto!

Ich komme immer wieder…um zu schauen, um eins zu sein mit dieser Landschaft, denn ich kann nicht anders. Ich wurde an der schönen Ostseeküste geboren und bin dort auch aufgewachsen….

Ich komme immer wieder…um zu schauen, um eins zu sein mit dieser Landschaft, denn ich kann nicht anders.

Ich wurde an der schönen Ostseeküste geboren und bin dort auch aufgewachsen. Die Sommerferien verbrachte man immer am Strand, denn warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Echte Berge und tiefe Täler kannte ich nur aus Büchern. Irgendwann kamen meinen Eltern dann doch mal auf Idee, meine Tante in Dresden zu besuchen. Das Programm war vollgepackt – die Semperoper, der Zwinger und die damals noch in Trümmern liegende Frauenkirche waren für einen knapp 10jährigen Jungen nicht gerade ein Bringer. Dann doch lieber wieder zurück ans Meer und ab ins Wasser mit den Freunden.

Ein ganzer Tag war für einen Wanderausflug in die Sächsische Schweiz eingeplant – um es ganz genau zu sagen, es ging in die Bastei.

Heute kann ich sagen, selten hat mich eine Landschaft zu fasziniert und mit meiner Phantasie gespielt, wie es die unwirklichen wirkenden Felsenformationen und die tiefen dunklen Wälder der Bastei getan haben. Hinter jedem Stein vermutete man den Räuber Hotzenplotz und die Hexe Baba Jaga wird sicher auch gleich, mit ihrem Besen, über die steinerne Basteibrücke auftauchen. Noch heute warte ich darauf, dass der kleine Hobbit mit seinen Gefährten meinen Weg kreuzt, wenn ich durch die Bastei wandere. Ich stelle hiermit die gewagte These auf,  dass der berühmte J.R.R. Tolkien, die Bastei besucht haben muss, bevor er seinen Welterfolg „Der Herr der Ringe“ schrieb.

Für Wanderfreunde und Landschaftsfotografen ist die Bastei ein echter Leckerbissen.  Man kann so unendlich viel entdecken, Stimmungen einfangen und immer wieder neue Details finden.

Ich habe euch hier die wichtigsten Fotostandpunkte zusammen gesucht, die ihr unbedingt erkunden solltet, wenn ihr die Bastei besucht. Es wird sich auf jeden Fall für euch lohnen.

 

Wie komme ich in die Bastei?

Ich empfehle euch für die gesamte Bastei mindestens eine Übernachtung einzuplanen. Wenn ich die Bastei besuche, dann ist das Berghotel Bastei meine erste Wahl. Von dort aus, sind es gerade mal ca. 5 min zu Fuß zur berühmten Basteibrücke und auch alle anderen wichtigen Fotostandpunkte sind fußläufig zu erreichen.

 

Anreise mit dem Auto

Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, dann ist die Adresse des Berghotels die beste Eingabemöglichkeit in euer Navigationsgerät:

Am Autobahndreieck Dresden-West fahrt ihr auf die auf die A17 in Richtung Pirna. An der Abfahrt Pirna verlasst ihr die Autobahn. Folgt nun der Ausschilderung “Bastei”. Nach der Ortsdurchfahrt Lohmen erreicht ihr nach ca. 2 km (Tankstelle) den Abzweig rechts zur Bastei. Als Adresse gebt ihr in euer Navigationsgerät das Sonderziel Bastei oder 01847 Lohmen ein.

Ab der Autobahnabfahrt Pirna ist die Hotelroute A ausgeschildert. Wenn ihr dieser folgt, kommt ihr entlang der oben beschriebenen Strecke ebenfalls direkt zum Hotel.

Kurz vor dem Hotel findet ihr auch einen großen Parkplatz. Solltet ihr euch entscheiden, im Berghotel zu nächtigen, dann ist der Parkplatz kostenlos, ansonsten fallen Parkgebühren an.

 

Anreise mit der Bahn

Vom Dresdner Hauptbahnhof fahrt ihr mit der S-Bahn nach Pirna (fährt alle halbe Stunde).

Von Pirna aus, fahrt ihr mir der Buslinie 237 bis zur Endstation Bastei. Achtung: bei Schnee und Glätte werden die Basteistationen nicht angefahren.

Eine Taxifahrt von Pirna aus, dauert ca. 20 min bis zum Berghotel.

 

Wann ist die beste Zeit zum Fotografieren?

Die Frage ist leicht zu beantworten: Die Farbenspiele beim Sonnenaufgang und Sonnenuntergang tauchen die Basteilandschaft in ein wunderschönes warmes Licht. Wenn ihr Glück habt, dann legt sich morgens noch ein Nebel über die Bastei, der die Landschaft geisterhaft erscheinen lässt. Zum Sonnenaufgang solltet ihr rechtzeitig vor Ort sein, denn morgendliche Schönheit der Bastei ist schon lange kein Geheimtipp mehr.

Tagsüber könnt ihr Wandern und schöne Detailfotos von Flora und Fauna machen. Dann ist die Basteibrücke sowieso von Besuchern überlaufen. Ab 18:00 Uhr wird es dann schlagartig wieder einsam in der Bastei. Ich habe es schon öfters erlebt, dass ich am Abend die Basteibrücke für mich alleine hatte.

 

Meine Top Fotostandpunkte

 Die Aussichtspunkte sind vom Berghotel aus, fast alle sehr leicht zu erreichen. Im Hotel selber könnt ihr eine Karte erwerben, wo sämtliche Punkte eingetragen sind.

 

Die Basteibrücke + Basteiaussicht

Die Aussichtspunkte sind teilweise recht gut ausgeschildert. Vom Parkplatz aus, geht ihr Richtung Berghotel. Von dort aus in Richtung Panorama-Restaurant und schon seit ihr fast an der Basteibrücke.

Hinter dem Panorama-Restaurant befindet sich dann der Aussichtspunkt „Basteiaussicht“. Von hier aus habt ihr einen atemberaubenden Blick zur Elbe über das Sandsteingebirge. Besonders zum Sonnenuntergang kann man hier tolle Bilder machen. Leider war die Plattform im Sommer 2018 wegen Einsturzgefahr gesperrt. Trotzdem hat man rund um den Aussichtspunkt noch einen tollen Ausblick.

Von der Basteiaussicht einfach zurückgehen und die Treppen runter und schon erreicht ihr die herrliche Basteibrücke. Auf der Brücke selber gibt es eine kleine Plattform mit einer schönen Aussicht auf die Schlucht. Tagsüber ist die Brücke voll mit Touristen, aber ab 18:00 Uhr wird es merklich ruhiger. Wenn ihr die Brücke überquert, achtet dabei auf die Innenschriften in den Felswänden, die teilweise einige hundert Jahre alt sind, erreicht ihr die Felsenburg Neurathen.  Dabei handelt es sich um eine Ruine einer mittelalterlichen Burg.  An sich sind nur noch die Grundrisse erhalten, aber trotzdem kann man erahnen, wie die Menschen dort früher gelebt haben. Dem Alkohol durften die Bewohner der Burg nicht gerade zugeneigt gewesen sein, denn torkelte man etwas zu heftig, dann verschwand man ruckzuck in den Tiefen der Schluchten. Tagsüber kostet die Besichtigung einen kleinen Eintritt. Wenn ihr am Abend da sein solltet, kommt man sogar umsonst rein.

Aber daran denken, der Weg ist nicht beleuchtet und es ist eine Felsenlandschaft, also immer schön vorsichtig gehen.

 

Der Ferdinandstein

Wenn ihr die Brücke wieder zurückgeht, dann biegt ihr am Ende, rechts in den schmalen Waldweg ein. Der führt euch direkt zur Aussichtsplattfrom „Ferdinandstein“. Von hieraus entstehen wohl die meisten Bilder der Basteibrücke. Ihr habt einen atemberaubenden Blick über die Schlucht samt der ganzen Brücke.  Ein Augenschmaus für jeden Fotografen. Hier habt ihr auch den besten Standpunkt um den spektakulären Sonnenaufgang zu genießen. Es lohnt sich, rechtzeitig  zum Sonnenaufgang vor Ort zu sein, da Fotografen aus der ganzen Welt extra dafür anreisen und die Plattform selber nicht so viel Platz bietet.

Auch der Sonnenuntergang ist von hier aus eine Augenweide. Besonders wenn die letzten Sonnenstrahlen der Brücke einen goldenen Glanz verleiht.

 

Die Wehlsteinaussicht

Ihr müsst zur Einfahrt des Berghotels zurückgehen, gleich hinter der Einfahrt führt rechts ein kleiner Weg zur Wehlsteinaussicht. Diese Plattform wird fast immer von den Touristenmassen übersehen. Ich persönlich mag die Aussicht von diesem Punkt sehr, da man hier einen malerischen Blick auf die Felswände hat. Man spürt richtig, wie der Landschaftsmaler Caspar David Friedrich dort mit seiner Staffelei stand und diesen Ausblick auf ein Ölgemälde festhielt. Ob der Maler diesen Anblick je bewundern konnte, kann ich leider nicht sagen. Aber sein Ölgemälde „Felsenlandschaft“ von 1823 ist ihm äußerst gut gelungen.

 

Die Pavillon-Aussicht

Die Pavillon-Aussicht ist etwas schwieriger zu erreichen, hat dann aber den Vorteil, dass du von dort die Aussicht oft alleine genießen kannst. Wenn du an der Einfahrt des Hotels stehst, dann gehst du zurück Richtung Parkplatz. Vor dem Parkplatz aus, aus der Richtung des Hotels kommend, führt ein Wanderweg rechts in den Wald. Folge der Ausschilderung „Schwedenlöcher“.

Wenn du vor dem Eingang zu den „Schwedenlöcher“ stehst, gehst du den Weg rechts hoch. Am Ende des schmalen Weges erreichst du die Plattform „Pavillon-Aussicht“.  Der Ausblick ist echt atemberaubend schön. Hier kann man auch sehr schöne Bilder zum Sonnenaufgang machen. Zwar ist der direkte Sonnenaufgang durch den Felsen verdeckt, aber in dem Moment wo die ersten Strahlen durchbrechen, wird die ganze Schlucht in ein magisches Licht getaucht. Wenn ihr dann noch einen Tag erwischt habt, wo sich der Nebel zwischen den Baumkronen schlängelt, dann könnt ihr ein perfektes Landschaftsphoto machen.

Kleiner Geheimtipp:

Vor der Pavillon-Plattform führt ein kleiner Weg links in den Wald rein. Ihr müsst eine kleine Holzschranke umgehen und immer geradeaus weiter. Dieser Weg ist eigentlich nur für Kletterer gedacht, um zu ihren Kletterstellen zu kommen. Du kommst aber auch direkt zum Rand der Schlucht mit einem fantastischen Ausblick. Ich muss aber sehr deutlich darauf hinweisen, dass der Weg kein offizieller Wanderweg ist! Es gibt keine Sicherungen, kein Geländer. Sollte der Boden nass sein, gehe bitte besonders vorsichtig. Denke immer daran, kein Selfie auf der Welt ist es wert, dafür sein Leben zu riskieren. Halte also bitte immer etwas Abstand zum Rand.

Die Schwedenlöcher

Falls dir tagsüber der Trubel auf der Basteibrücke zu groß wird, empfehle ich dir eine Wanderung durch die Schwedenlöcher. Der merkwürdige Name stammt übrigens aus dem 30-jährigen Krieg. Die Bewohner der Region versteckten sich in den engen und verwinkelten Schluchten vor den heranrückenden Schweden und schon hatte der Canyon seinen Namen weg. Wenn du die Schwedenlöcher erkunden willst, solltest du gut per Fuß sein, da es auf dem Weg viele Stufen zu bewältigen gilt. Für Naturliebhaber ist es eine reizvolle Wanderung durch moosbedeckte Felsen, uralten Bäumen und engen Schluchten. Ab und zu sollte man einfach nur mal stehen bleiben, lauschen und genießen.

Da es sich bei der Bastei um ein Gebirge handelt, solltest du festes Schuhwerk tragen. Das Berghotel bietet eine eigene Saunalandschaft an, in der man sich nach einem anstrengenden Wandertag wunderbar erholen kann.  Im Panorama-Restaurant kannst du beim Abendbrot die wunderschöne Aussicht auf die Bastei genießen. Die hier aufgezählten Standorte sind meine persönlichen Highlights in der Bastei. Natürlich gibt es noch viel mehr tolle Aussichten und Ecken dort zu entdecken. Eure persönlichen Lieblingsorte könnt ihr ja dann in dem Kommentaren empfehlen. Ich bin gespannt.

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Mallorca – Meine Top Ausflugsziele außerhalb von Palma de Mallorca

Ich muss zugeben, dass Mallorca für mich lange Zeit ein rotes Tuch war. Zu sehr eilte der Insel der Ruf voraus, eine Partymetropole mit grölenden Touristen zu sein. Lust habe…

Ich muss zugeben, dass Mallorca für mich lange Zeit ein rotes Tuch war. Zu sehr eilte der Insel der Ruf voraus, eine Partymetropole mit grölenden Touristen zu sein. Lust habe ich darauf nie verspürt. Als Berliner suche ich auf meinen Reisen doch mehr die Erholung und Entspannung, auch wenn ich einer guten Party natürlich nicht abgeneigt bin.

Durch Freunde habe ich erfahren, dass Mallorca außerhalb des deutschen Partyortes El Arenal, eine wunderschöne und beschauliche Insel sein soll.

Also machte ich mich auf dem Weg zu der berühmten Balearen-Insel, um mir ein eigenes Bilder von Mallorca zu machen. Da ich gerade in Spanien unterwegs war, nahm ich die Nacht-Fähre von Valencia und setzte nach Palma de Mallorca über. Von Deutschland aus, erreicht man die Inselhauptstadt in gerade mal 2 Stunden.

In Palma besorgte ich mir einen Mietwagen und begann meine Rundreise. Ich muss zugeben, dass ich mein Bild über Mallorca stark korrigieren musste. Die Insel verwöhnte mich mit einer superschönen Natur, wundervollen Badebuchten mit kristallklaren Wasser, beeindruckenden Steilküsten, herzlichen Menschen und leckerem Essen.

Die schönsten Stationen meiner kleinen Mallorca-Rundreise, habe ich euch hier zusammengestellt.

Ich kann euch diese Insel nur ans Herz legen, denn meines hat sie erobert.

 

Cap Formentor

Von Port de Pollenca aus, kannst du bergauf, über eine durch zahlreiche Serpentinen geprägte Straße, die wunderschöne spektakulär geformte Landzunge erreichen, dessen Ende, dass Cap Formentor mit seinem Leuchtturm, den nördlichen Punkt der Insel darstellt.

Der Leuchtturm selber ist ziemlich unaufregend, allerdings ist die Aussicht atemberaubend schön. Von hier aus, sieht die faszinierende Küste Mallorcas, mit ihren steil ins Meer ragenden Felswänden, besonders beeindruckend aus.

Für Landschaftsfotografen ein absoluter Hot-Spot!

Aber Achtung: die Straße zum Cap Formentor, ist gerade in der Hochsaison, nicht gerade was für schwache Nerven.  Eine hohe Verkehrsdichte sowie zahlreiche enge Serpentinen, lassen dich manchmal sehr tief Luft holen. Als ich im Sommer 2018 mit dem Auto dort war, war die Straße zum Cap für PKWs und Motorräder gesperrt. Du kannst mit dem Auto bis zur Sperrung fahren und dann bringt dich ein Bus der Linie 353 bis zum Leuchtturm. Ab 19:00 Uhr ist die Straße dann wohl auch wieder frei gegeben. Wie es in der Nebensaison aussieht, kann ich leider nicht sagen. Für einen Hinweis wäre ich da sehr dankbar. Solltest du mit Fahrrad unterwegs sein, unterschätze bitte nicht den Schwierigkeitsgrad der Straße.

Mirador Colomer

Auf deinem Rückweg vom Cap Formentor solltest du unbedingt noch einen Zwischenstopp an der Aussichstplattform  „Mirador Colomer“ einlegen.

Die 360-Grad-Platform gehört zu den spektakulärsten Aussichtspunkten auf ganz Mallorca. Hier hast du einen besonders schönen Ausblick auf die Halbinsel Formentor und ihrer atemberaubender Küstenlandschaft.

Wenn du Höhenangst hast, dann solltest du nicht zu nah ans Geländer gehen, denn dahinter geht es steil bergab. Bisweilen kann dort auch ein kräftiger Wind wehen, daher solltest du, gerade in der Nebensaison, eine Jacke dabei haben und auf deine Kopfbedeckung Acht geben.

 

Die Altstadt von Port de Pollenca

Im Norden der Insel findest du den wunderschönen Ort Port de Pollenca. Nach meiner Erkundungstour zur Halbinsel Formentor, bezog ich in diesem Ort Quartier.

Hier kannst du schön am Hafen entlang flanieren und den Sonnenuntergang, bei einem leckeren Abendessen, in den zahlenreichen Restaurants genießen.

Auch eignet sich der Ort sehr gut als Ausgangspunkt für Radtouren in die wunderschöne Umgebung von Port de Pollenca.

Wenn du das typische Mallorca kennen lernen willst, dann solltest du unbedingt noch einen Abstecher in die Altstadt machen. Die Altstadt hat ihren historischen Kern erhalten und vermittelt eine besondere ruhige Atmosphäre. Hier findest du kleine niedliche Läden mit viel Handwerkskunst und regionalen Köstlichkeiten wie Honig, Wein und Öle.

Wenn du fit und sportlich bist, dann kannst du auch die 365 Stufen zum Kalvarienberg aufsteigen. Hier erwartet dich neben einer schönen Kapelle auch eine herrliche Aussicht über Pollenca.

Playa de Muro

Nach dem ganzen Erkunden und Wandern hast du dir natürlich auch mal etwas Entspannung verdient. Dazu lädt dich der kilometerlange Sandstrand in der Bucht von Badia  d´Alcudia ein. Strandliebhaber und Sonnenanbeter kommen hier voll auf ihre Kosten.

Der Strand alleine war jetzt nicht der Grund, warum ich die Playa de Muro in meine Top-Liste genommen habe. Neben meiner Reiseleidenschaft, bin ich auch ein begeisterter Hobbyfotograf. Denn wer das frühe Aufstehen nicht scheut, sollte unbedingt mit Kamera und Stativ sich morgens, wenn die anderen Touristen noch in ihren Träumen schlummern, an einem der beiden Holzstegen, die um die 100m ins Meer hinaus führen, platzieren. Du kannst hier nämlich wunderschöne Aufnahmen machen, gerade beim Licht des Sonnenaufganges. Am Abend sind die beiden Stege voll mit Menschen und geben dann kein so schönes Bild mehr ab. Nach getaner Fotografen-Arbeit, kannst du dich dann schön am Strand ausruhen und entspannen.

Cala Figuera

 Weiter geht es auf meiner kleinen Rundreise in den  Südosten von Mallorca und hier habe ich mich dann so richtig in die Insel verliebt. Der Grund dafür ist: Cala Figuera. Ein malerisch kleines Fischerdorf an einer ebenso wunderschönen Bucht gelegen. Hier kannst du dich ganz der mallorquinischen Lebensart hingeben und die Zeit vergessen.

Du kannst am frühen Morgen den Fischern beim Verlassen des Hafens zusehen, den Kindern beim plantschen im Wasser oder einfach nur die Bucht mit ihren Feigenbäumen und dem bunten Treiben genießen.

Am Abend genießt du dann, in einem der zahlreichen Restaurant, die Früchte des Meeres und lässt den Tag bei einem Glas Wein ausklingen – himmlisch!

Da Cala Figuera keinen wirklich eigenen Strand besitzt, kommen wir nun zu meinem nächsten Tipp:

Naturschutzgebiet Parc natural de Mondrago

Unweit von Cala Figuera befindet sich der Naturpark von Mondrago. Wenn du im Südosten der Insel unterwegs bist, musst du unbedingt dort einen Badestopp einlegen. Auch Wanderer und Fotografen werden auf ihre Kosten kommen.

Euch erwarten dort wunderschöne weiße Sandstrände mit kristallklarem Wasser.  Man wird magisch davon angezogen in dieses Wasser einzutauchen.

Wenn ihr euch erfrischt habt, könnt ihr durch den Park wandern und an verschiedenen Fotopunkten tolle Aufnahmen von den Stränden und der Bucht machen. Es gibt unter anderem, nicht weniger als 70 Vogelarten dort zu beobachten.

Es Pontas

Weiter geht es zu einem besonderen Sahnestück für Fotografen – Es Pontas „Das Tor zum Meer“.

Hierbei handelt es sich um ein natürliches Felsentor, welches stolz aus dem Meer ragt. Ein absolutes Postkartenmotiv! Besonders zum Sonnenaufgang werden ihr mit wunderschönen Bildern belohnt. Es lohnt sich auch, die Gegend noch etwas zu erkunden. Neben einer beeindruckenden Bucht, findet ihr auch noch ein steiniges Werk des Künstler Rolf Schaffner.

Euren Wagen bzw. euer Motorbike könnt ihr auf dem Strandparkplatz der Cala Santanyi abstellen. Von dort aus könnt ihr, in wenigen Minuten Fußmarsch, dass Felsentor erreichen.  Ich empfehle euch, dass ihr festes Schuhwerk dabei habt, da der Weg sehr steinig und etwas steil ist.

Rückfahrt nach Palma.

Leider hat meine Zeit auf Mallorca nicht ausgereicht, um noch weitere Orte zu erkunden. Ich wollte ja auch erstmal nur auf Tuchfühlung mit der Insel gehen.

Mit dem Mietwagen ging es dann zurück in die Inselhauptstadt, wo ich dann die letzten zwei Tage meiner kleinen Mallorca-Tour verbrachte. Hier empfehle ich euch gerne eine Besichtigung des Castell de Bellver- einer gotischen Burg oder auch die Kathedrale von Palma ist einen Besuch wert.

Für meinen nächsten Aufenthalt auf Mallorca werde ich, auf jeden Fall, mehr Zeit einplanen. Die Partyhochburg El Arenal werde ich dann wohl wieder meiden, denn Mallorca hat so viele schöne Ecken zu bieten, dass mich deutsche Partyschlager und Bratwurst weniger reizen.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub auf Mallorca, denn die Insel hat mit Sicherheit eine Chance verdient.

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Bangkok – Tipps und Hinweise zur Ankunft, Flughafentransfer, Visum und Unterkunft

Bangkok, oh ja Bangkok – diese Stadt wird dich fordern, faszinieren und verzaubern. Die thailändische Hauptstadt ist eine pulsierende Großstadt voller Gegensätze. Hier findest du neben Wolkenkratzern, modernen Einkaufszentren eben…

Bangkok, oh ja Bangkok – diese Stadt wird dich fordern, faszinieren und verzaubern. Die thailändische Hauptstadt ist eine pulsierende Großstadt voller Gegensätze.

Hier findest du neben Wolkenkratzern, modernen Einkaufszentren eben auch beruhigende buddhistische Tempel, beeindruckende Königspaläste sowie super leckeres Essen, Wellness und faszinierende Menschen.

Wenn du dich auf Bangkok einlässt und dich treiben lässt, dann wird auch dich, diese Stadt in ihren Bann ziehen.

Freeclymber, Bangkok, Sonntag (73), CC BY-SA 3.0

Ich habe dir hier einige Tipps und Informationen zusammengestellt, die dir helfen sollen, dich bei deiner Ankunft in Bangkok besser orientieren zu können. Was musst du bei der Einreise nach Thailand beachten? Brauchst du ein Visum oder andere Formulare? Wie kommst du am besten in das Zentrum von Bangkok?

 

Bangkok – Ankunft, Visum, Flughafentransfer, beste Reisezeit

 

Die meisten Thailandbesucher stranden erstmal in Bangkok, bevor es meistens in andere Regionen des Landes weiter geht. Viele nutzen die Ankunft in der thailändischen Hauptstadt gleich als eine mehrtägige Zwischenstation um die quirlige Metropole zu erkunden. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Von Deutschland aus kannst du direkt nach Bangkok fliegen oder du musst, je nach Abflughafen und Airline, einen Zwischenstopp einlegen. Flugsuchmaschinen wie zum Beispiel Skyscanner werden dir die besten Verbindungen raussuchen.

Alle internationalen Flüge landen auf den etwas 30km vom Stadtzentrum entfernten Flughafen Suvamabhumi International Airport (BKK).

Der Flughafen von Bangkok ist sehr modern und groß. Hier bekommst du gleich einen Ausblick was dich in Bangkok erwarten wird.

Dein erster Gang wird dich auf langen Laufbändern zur Einreiskontrolle „Immigration“ führen.

Keine Angst, der Weg ist sehr gut ausgeschildert. Solltest du gleich weiter fliegen wollen, dann folge einfach die Schildern „Transfer“.

An der Einreisekontrolle kommt es öfters doch zu längeren Wartezeiten. Bringe etwas Geduld mit, da müssen wir alle durch. Nutze die Wartezeit um den Einreisezettel/Zollerklärung auszufüllen, falls du die Formulare nicht schon im Flugzeug bekommen hast und dort ausfüllen konntest. Die Zettel liegen aber auch bei der Einreisekontrolle aus. Ich empfehle dir unbedingt immer einen Stift in deinem Handgepäck dabei zu haben. Solltest du Schwierigkeiten beim Ausfüllen haben, kannst du jederzeit dich an das Servicepersonal vor Ort wenden.  Abgefragt werden unter anderem deine Passnummer (Reisepass) und die Flugnummern (Hin- und Rückflug). Hört sich jetzt alles etwas schwierig an, aber keine Panik, so schlimm ist es nicht. Am Schalter geht dann alles recht freundlich und schnell. Wenn du unter 30 Tage in Thailand bleibst, brauchst du kein Visum. Weitere aktuelle Informationen und Hinweise zur Einreise und Aufenthalt findest du auf der Seite des Auswärtigen Amtes:

Informationen Auswärtiges Amt Thailand

 

Nachdem du dich durch die thailändische Bürokratie gekämpft hast, geht es nicht weiter in die große Baggage Claim Halle (Gepäckhalle). Nach dem üblichen Bangen und Hoffen ob auch dein Koffer oder Rucksack gleich auf dem Gepäckband erscheint geht es nach der erfolgreichen Gepäckeroberung zur Zollkontrolle. Dort gibst du dein Zollformular (welches du hoffentlich bereits im Flugzeug oder beim Warten bei der „Immigration“ ausgefüllt hast) beim Zollmitarbeiter ab. Dann hast du es endlich geschafft!

Simontawan, Check in Bangkok Suvarnabhumi, CC BY-SA 4.0

Flughafentransfer – Wie komme ich nun in die Stadt?

Es gibt, je nach Geldbeutel, verschiedene Möglichkeiten in die Stadt zu kommen. Du kannst den günstigen Skytrain Zug nutzen oder mit dem Taxi oder auch einen privaten Transfer buchen.

Mit dem Taxi.

Das Taxi ist natürlich der bequemste Weg in die Stadt und auch meine persönliche Empfehlung. Hier solltest du aber darauf achten, dass du ein Taxi am offiziellen Taxistand nimmt. Der Weg zu den offiziellen Taxiständen ist ziemlich gut ausgeschildert – blaues Schild: Public Taxi.

Auf deinem Weg dahin, wirst du von verschiedenen privaten Taxianbietern angesprochen, die dich natürlich für ihr Taxi anwerben wollen. Diese sind aber meist teurer als die Public Taxis. Falls du natürlich nicht so aufs Geld schauen musst oder dir nach dem Reisestress das Gesuche sparen willst, dann kannst du dich natürlich darauf einlassen. Mach aber bei denen vorher den Preis fest, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Meine Empfehlung bleibt aber das Public Taxi.

Beim offiziellen Taxistand kannst du an einem Tisch, dem Mitarbeiter dein Wunschziel mitteilen. Der Mitarbeiter gibt dir dann entweder einen kleinen Zettel oder bringt dich direkt zu deinem Taxi. Achte darauf, dass du dir ein „normales“ Taxi geben lässt und nicht  z.B. eine Limo (Kosten ca. 850-900 Baht). Oft findest du auch Schilder mit den verschiedenen Taxitypen am Schalter. Die Mitarbeiter am Schalter sprechen größtenteils englisch.  Der Preis liegt je nach Ziel zwischen 300  bis 400 Baht, dazu musst du noch die Airportgebühr (50 Baht) und die Autobahnmaut (60 Baht) rechnen. Achte darauf, dass der Taxifahrer seinen Taxameter anmacht, er ist dazu verpflichtet.  Einige Taxifahrer werden versuchen, dir einen Festpreis schon vorher mitzuteilen. Einen ungefähren Preis habe ich dir ja schon mitgeteilt, sollte der angebotene Festpreis fair sein, kannst du ihn annehmen oder du bestehst halt auf das Taxameter. Umgerechnet wird dir die Taxifahrt also ca. 10€ kosten. Ich denke, das ist eine günstige und bequeme Art in die Stadt zu kommen.

Sollten sich die Gebühren inzwischen geändert haben, wäre ich über einen kleinen Hinweis sehr dankbar, damit ich die Informationen aktuell halten kann.

Je nach Ziel und Verkehrslage sollte die Fahrt ca. 30 bis 40 min dauern. In Bangkok kommt es aber auch oft zu extremen Staus und die Fahrzeit kann sich daher auch deutlich erhöhen. Hole dir am besten vorher eine Flasche Wasser damit du nicht so auf dem Trockenen sitzt.

 

Mit dem Zug in die City – Skytrain.

 

Der Skytrain nennt sich  Suvarnabhumi Airport Rail Link. Du hast zwei Möglichkeiten: Mit dem Expresszug (150 Baht, ca. 3,50€) kannst du innerhalb von 15min ins Zentrum der Stadt gelangen. Der Expresszug fährt alle 30 min zur Stadion „Makkasan“.

Die andere Möglichkeit ist die Fahrt mit dem City-Train (zwischen 15-40 Baht): Dieser Zug fährt alle 15min zur Station: „Phaya Thai“. Diese Fahrt dauert ca. 30 min.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst du weiter mit der U-Bahn oder einer anderen Linie fahren müssen um an dein Ziel zu kommen. Am besten, steigst du im Flughafen, dann doch lieber mit deinem Gepäck in ein Public Taxi und fährst bequem zu deinem Endziel.

 

Die letzte und teuerste Möglichkeit: Der Privattransfer

Bevor du in Bangkok ankommst, kannst du dir bereits vorher im Internet einen Privattransfer buchen. Dann wirst du in Autos der gehobenen Kategorie an dein Ziel gebracht. Die Preise bewegen sich dann zwischen 900 bis ca. 1900 Baht.

Du kannst auch am Airport selber einen Limo-Service buchen. Die Möglichkeit dazu besteht bereits in der Ankunftshalle. Oft wird sich dann gleich nach deiner Ankunft ein Mitarbeiter um dich kümmern.

 

Beste Reisezeit für Bangkok.

In der Hauptstadt Thailands herrscht ein tropisches Klima, du hast hier also hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit.  Nicht jeder kann mit so einem Klima umgehen, daher solltest du die ersten Tage in Thailand etwas ruhiger angehen und deinem Körper die Chance geben, sich auf das neue Klima einzustellen.

Ich persönlich empfehle dir die Monate Dezember bis Februar als beste Reisezeit. In dieser Zeit regnet es sehr selten und die Temperaturen sind allgemein noch erträglich.

Die Regenzeit beginnt in Bangkok im Mai und endet im November. Aber keine Panik – Regenzeit bedeutet nicht, dass es nun durchgehend regnet. Es kommt halt öfters zu kurzen aber dafür teils heftigen Schauern. In der Zeit gehst du einfach ein Bierchen trinken und lässt dir eine wohltuende Massage verpassen. Allerdings kann es auch dazu kommen, dass die Straßen Bangkoks in dieser Zeit überschwemmt sind. Ich habe schon Bilder von Freunden gesehen, die fröhlich an der Bar saßen und dabei die Füße im Wasser baumeln ließen.

Zu beachten ist auch, dass es in dieser Zeit sehr schwül in Bangkok ist. Das Gefühl gerade frisch geduscht zu haben und danach gleich wieder duschen zu wollen ist ja nicht jedermanns Sache ;).

Richtig heiß wird es in Bangkok von März bis Mai. In diesen Monaten musst du mit Temperaturen um die 36 Grad rechnen, teilweise sogar höher. Selbst in der Nacht kühlen die Temperaturen auf gerade mal durchschnittlich 27 Grad ab.

Kleiner Tipp: Trotz der hohen Temperaturen empfehle ich dir immer eine dünne Jacke oder Pullover dabei zu haben, jedenfalls dann, wenn du planst mit der U-Bahn zu fahren oder in ein Shoppingcenter zu gehen. Gefühlt liegen dort die Temperaturen fast immer um den Gefrierpunkt und du hast keine Lust dich da länger als 5 min aufzuhalten.

Wo eine Unterkunft buchen?

Hier kommt es darauf an, was für ein Reisetyp du bist. Hotels, Hostels oder Privatwohnungen – in Bangkok kannst du alles finden. Hotels und Hostels kannst du über die bekannten Buchungsseiten leicht buchen.

Ich selber buche fast immer meine Unterkunft über Airbnb. Hier findest du eine tolle Auswahl von teilweise richtig schönen Unterkünften zu kleinen Preisen.

Die besten Stadteile für eine Übernachtung in Bangkok sind Rattankosin, wenn du das ursprüngliche Bangkok erleben möchtest. Suchst du Entertainment und magst es zu shoppen, dann ist die Sukhumvit Road die beste Adresse. Willst du das moderne Bangkok mit seinen Hochhäusern und coolen Bars erkunden, dann ist der Bezirk Sathorn für dich die erste Wahl.

Ansonsten hat Bangkok 50 Bezirke, also da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein 😉

 

Geld tauschen oder abheben.

Wenn alles gut gegangen ist, wirst du inzwischen heile und glücklich deine Unterkunft erreicht haben. Dein erstes Bangkok-Abendteuer hast du somit erfolgreich bestanden.

Eventuell hast du bereits in Deutschland dir die thailändische Landeswährung Baht besorgt, günstiger wird es allerdings in Thailand direkt. Du kannst bereits am Flughafen an einem ATM-Schalter Geld abheben.  Ich würde dir anraten Geld nie auf der Straße bei Privatpersonen zu tauschen. Es kann sein, dass du von Leuten deswegen angesprochen wirst. Nutze einfach Bankautomaten, Bankfilialen oder tausche in deinem Hotel (meist mit Provision).  Oft spucken die Automaten nur große Scheine aus, die sind etwas unpraktisch. Du kannst dann einfach in den nächsten 7-Eleven-Markt (sind überall zu finden) gehen und dir eine Flasche Wasser kaufen oder am besten gleich eine Sim-Karte für dein Handy und schon hast du kleinere Scheine in deiner Tasche.

Nun bist du gerüstet für eine der beeindruckendsten Städte der Welt. Es gibt viel zu entdecken, viel zu erleben und zu schlemmen –  genieße deine Zeit in der „Stadt der Engel“.

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