Travel Thommy

Travel Thommy

Der Reiseblog für Travelfriends und Städtereisende

Kategorie: Städtereise

Berlin – meine Tipps für Ausflüge, die du nicht in jedem Reiseführer findest!

„Ich hab noch einen Koffer in Berlin“ sang eins die große Marlene Dietrich mit ihrer markanten Stimme. Berlin ist seit über 10 Jahren nun meine Heimat, seit ich von der…

„Ich hab noch einen Koffer in Berlin“ sang eins die große Marlene Dietrich mit ihrer markanten Stimme.

Berlin ist seit über 10 Jahren nun meine Heimat, seit ich von der Ostsee in diese Weltstadt gezogen bin. Berlin ist laut – Berlin ist leise, Berlin ist bunt – Berlin kann sehr grau sein, Berlin ist verrückt und manchmal spießig. London, Paris oder Rom sind natürlich alle viel schöner. Berlin hat einfach ganz andere Reize und die machen diese Stadt ebenso spannend und anziehend. Auch nach fast 30 Jahren, nach dem Fall der Berliner Mauer, spürt man immer noch den Hauch der Freiheit in Berlin. Noch immer ist es ein erhabenes Gefühl durch das Brandenburger Tor zu gehen, es ist einfach immer wieder ein schöner Moment.

 

Berlin verändert sich ständig. Es wird immer noch viel gebaut, es wird weiter renoviert, Dinge verschwinden, Neues kommt hinzu. Seit der erfolgreichen TV-Serie „Babylon Berlin“ ist Berlin wieder für viele Menschen spannender geworden, denn eigentlich hat sich nicht so viel verändert. Es gibt sie immer noch, die verrückten Tanzlokale, die tabulosen Sex Clubs, die Luxusrestaurants. Arm und Reich, Bankier und Bettler… in Berlin finden alle einen Platz.

Ich will dir heute einige Ausflugstipps in Berlin empfehlen, die vielleicht noch nicht in jedem Reiseführer eingetragen sind.  Über den Reichstag, Museumsinsel oder dem Berliner Dom brauche ich dir bestimmt nichts mehr zu berichten, Informationen findest dazu überall. Ich werde dir einige Orte verraten wo du entspannen, staunen und auch das ein oder andere tolle Foto schießen kannst.

 

Der Viktoriapark

Der Viktoriapark ist ein Grünanlage in Berlin Kreuzberg. Er befindet sich auf der höchsten natürlichen Erhebung der Berliner Innenstadt.

Berlin hat viele schöne Parks. Ich selber wohne unweit des Volkspark Friedrichshain. Hier kann man im Sommer mit Freunden grillen, ins Freiluftkino gehen und ganzjährig einen erholsamen Spaziergang unternehmen.

Aber der Viktoriapark hat ein ganz besonderes Detail. Im Park selber befindet sich nämlich ein wunderschöner Wasserfall.  Für mich persönlich ein Top-Fotohotspot. Der Wasserfall schlängelt sich über mehrere Ebenen nach unten und endet in einem kleinen See. Am höchsten Punkt des Viktoriaparks, befindet sich das Nationaldenkmal für die Siege in den Befreiungskriegen. Vom Denkmal aus, hast du einen wunderschönen Blick auf die City. Vergiss deine Kamera nicht!

 

Der Teufelsberg

Der Teufelsberg war zu Zeiten des geteilten Berlins wohl einer der geheimnisvollsten Orte in der Stadt. Von amerikanischen Soldaten mit MGs bewacht, konnte sich niemand unentdeckt dem mysteriösen Gebäude nähern, welches auf dem Gipfel des Berges thronte.

Der Teufelsberg selber ist ein Trümmerberg, zusammengetragen aus dem Schutt der zerbombten Häuser aus dem 2. Weltkrieg. Unter ihm begraben liegt der Rohbau der „Wehrtechnischen Fakultät“ – ein Teil der Weltstadtphantasie „Germania“ von Naziführer Adolf Hitler.

Nach dem Fall der Mauer in Berlin, zogen die Alliierten 1991 aus der Hauptstadt ab und hinterließen auf dem Teufelsberg eine riesige Abhörstation mit schneeweißen Kuppeln. Man munkelt, dass man mit dieser Lauschstation bis nach Moskau hören konnte.

Heute ist der Teufelsberg mit seiner Abhörstation ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner und für „Lost-Places“- Fotografen. Mit der Zeit zerfiel die Abhörstation immer weiter und verlieh der Gegend einen gewissen Endzeit-Touch und wurde somit bereits zur Filmkulisse einiger Filmproduktionen.

 

Mit dem Trabi durch Berlin

Seit dem Film „Go Trabi Go“ ist der kleine Pappporsche aus dem Osten einfach nur Kult. Nur zu gut erinnere ich mich daran, wie es mit dem blauen Trabi von meinem Vater damals in die Ferien ging. Der unverwechselbare Sound und der Geruch des 2-Takters bleiben unvergessliche Kindheitserinnerungen, die Flüche des Vaters über die Macken des kleinen Blauen übrigens auch.

Falls du noch nie mit einem Trabant gefahren bist oder einfach mal Lust hast mit einem Trabi über die Straßen zu heizen, dann kannst du in Berlin an einer Trabi-Tour teilnehmen. Es gibt verschiedene Strecken z.B. an der East-Side-Gallery entlang oder über den Kurfürstendamm.

Mal ehrlich, wer schaut sich heute noch nach einem Ferrari um, wenn auf der anderen Seite ein kleiner Trabi lang knattert?

 

Unter des Straßen von Berlin

Ein ganz besonderes Erlebnis ist auch ein Ausflug in die Unterwelt von Berlin. Der Verein „Unter Berlin e.V.“ bietet euch die Möglichkeit, die Hauptstadt mal von einer ganz anderen Seite zu sehen, nämlich von unten.

So kannst du an einer U-Bahn-Tunnelwanderung teilnehmen, einen echten Atomschutzbunker besichtigen oder in eine Gruft mit 147 Särgen unter der 1695 erbauten Parochialkirche absteigen.

Mit Sicherheit wird so ein „dunkler“ Ausflug ein ganz besonderes Erlebnis sein.

 

Die Beelitz-Heilstätten

Irgendwie sind die Beelitz-Heilstätten schon Kult geworden. Ob Geisterjäger, Lost-Place-Fotografen oder Filmfans, alle pilgern zu der einstigen Vorzeigeklinik Deutschlands, nicht weit hinter den Toren Berlins.

Die guten Zeiten der Klink sind lange vorbei. Mit der Zeit verwilderte das Gebäude immer weiter und entwickelte somit seinen ganz besonderen „Halloween“-Charme. Man soll manchmal noch  Schritte auf den Gängen und Schreie aus dem Operationssaal hören. Angeblich sollen es die Opfer der Bestie von Beelitz sein.  Der Mörder trieb tatsächlich Anfang der 90iger Jahre sein Unwesen in dieser Region und wurde in Deutschland bekannt als der „Rosa Riese“ – weil er bevorzugt rosa Frauenunterwäsche trug.

Ob man daran nun glauben will oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Ich persönlich finde es spannender zu beobachten, wie die Natur mit der Zeit, sich das Gelände Stück um Stück zurück erobert. So wachsen Bäume aus dem Gebäude und auf den Dächern und Grünpflanzen schlängeln sich durch die alten Gemäuer. Ich bezeichne die Heilstätten inzwischen als das „Angkor Wat von Berlin“.

Für Filmfans sind die Heilstätten ein ganz besonderer Ort. So war die verfallende Klinik doch bereits mehrmals eine begehrte Filmkulisse. Filme wie „Operation Walküre“ mit Tom Cruise, „A Cure For Wellness“ oder Roman Polanski´s „Der Pianist“ wurden hier teilweise gedreht. Auch die Band „Rammstein“ nutze die Heilstätte für eines ihrer Musikvideos.

Die Beelitz-Heilstätten werden bald nicht mehr zu besichtigen sein, da das Gelände verkauft wurde und saniert werden soll. Wer also noch den Charme der Grusel-Klinik erleben möchte, sollte sich ranhalten.

 

Sonntags im Mauerpark

Ein Sommer ohne ein Bierchen am Sonntag im „Mauerpark“ ist für mich undenkbar.  Der Park liegt auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Prenzlauer Berg und Wedding und hat daher seinen Namen.

Jeden Sonntag zieht es hunderte Berliner in den Park, um den Sonntag dort zu genießen. Du kannst tolle Entdeckungen auf dem Flohmarkt machen, Straßenkünstler bewundern oder dich selbst auf der Karaoke-Bühne beweisen. Für Speis und Trank ist ebenfalls gesorgt und so lässt sich das Wochenende wunderbar ausklingen.

Was sind eure Top-Ausflugsziele in Berlin? 

Keine Kommentare zu Berlin – meine Tipps für Ausflüge, die du nicht in jedem Reiseführer findest!

Type on the field below and hit Enter/Return to search